2012
01.27

Skype 2.2.0.35 unter Linux

Ich hab mir gerade mal das neueste Skype für Linux gesaugt und wollte es mal probieren (Anm. d. Red.: ja, das tritt auch mit der “static”-Version auf, bei der das Binary übrigens auch nen dynamisch gelinktes ist):

armin@acid ~/Desktop/skype-2.2.0.35 ./skype
bash: ./skype: No such file or directory
armin@acid ~/Desktop/skype-2.2.0.35 file ./skype
./skype: ELF 32-bit LSB executable, Intel 80386, version 1 (SYSV), dynamically linked (uses shared libs), for GNU/Linux 2.6.8, stripped
armin@acid ~/Desktop/skype-2.2.0.35 ls -al ./skype
-rwxr-xr-x 1 armin users 21358456 Jun 8 2011 ./skype
armin@acid ~/Desktop/skype-2.2.0.35 strace ./skype
execve(“./skype”, ["./skype"], [/* 46 vars */]) = -1 ENOENT (No such file or directory)
dup(2) = 3
fcntl(3, F_GETFL) = 0×8002 (flags O_RDWR|O_LARGEFILE)
fstat(3, {st_mode=S_IFCHR|0620, st_rdev=makedev(136, 1), …}) = 0
mmap(NULL, 4096, PROT_READ|PROT_WRITE, MAP_PRIVATE|MAP_ANONYMOUS, -1, 0) = 0x7f9c774c1000
lseek(3, 0, SEEK_CUR) = -1 ESPIPE (Illegal seek)
write(3, “strace: exec: No such file or di”…, 40strace: exec: No such file or directory
) = 40
close(3) = 0
munmap(0x7f9c774c1000, 4096) = 0
exit_group(1) = ?
armin@acid ~/Desktop/skype-2.2.0.35

2012
01.26

Wer das gesagt haben könnte? Nun, die CDU/CSU-Fraktion.

Und an solchen Punkten bin ich heilfroh, meine Musik unter Creative-Commons-Lizenz auf Netlabels rauszuhauen. Unentgeltlich. Weil das so genannte Urheberrecht in seiner derzeitigen Form für mich als Künstler ein verlogenes Stück Elefantenscheiße ist. Und ja, ich könnte meine Musik ganz wunderbar verkaufen, und es gibt nach wie vor Stücke von mir, die man kaufen kann. Und nein, ich werde bis auf Weiteres meine Musik nur noch auf Netlabels raushauen. Und ich halte die Formulierung “kreative Leistung” für größtmöglichen Schwachsinn.

Das wollte ich doch noch eben loswerden.

2012
01.26

Arch Linux Disk Encryption – Setup Guide:

Dieser Post soll dir einen kurzen Überblick über die benötigten Schritte zu Disk Encryption mit Arch Linux geben. In diesem Setup wird /boot (sda1) nicht verschlüsselt, / und SWAP landen beide jeweils auf einem LVM Logical Volume (für welches wir sda2 nutzen werden), welche das Physical Volume “/dev/mapper/lvm” beanspruchen. Im Physical Volume “/dev/mapper/lvm” wird dann eine Volume Group namens “main” erstellt, welche dann die Behausung für die beiden Logical Volumes “root” und “swap” bereitstellen wird. Das ist eigentlich schon alles, und deswegen kannst du jetzt aufhören zu lesen und dich wieder den wichtigen Dingen im Leben widmen.

Nein, ernsthaft. Let’s get shit done.

Ich übernehme exakt gar keine Garantie, dass das hier bei dir funktioniert. Wenn du dir dein System schrottest, oder in einen inkonsistenten Zustand versetzt, in dem es nicht mal mehr bootet, oder deine Kiste in Rauch aufgeht: ich hab dich gewarnt.

Erster Schritt ist das Herunterladen eines Arch Linux ISOs – Netinstall core/dual bietet sich an. Die Arch-ISOs sind mittlerweile hybrid, d.h. du kannst sie direkt bspw. mit
dd if=archlinux-2011.08.19-core-dual.iso of=/dev/sdb
auf einen als “sdb” erkannten USB-Stick schreiben (Achtung, richtiges Device angeben, ansonsten droht Datenverlust), oder eben auf CD brennen, und davon booten.

Nach dem Booten präsentiert dir der Installer des Arch Live Systems wie gewohnt schlicht eine Shell.

Sollte man ein Keyboard-Layout wählen wollen (in meinem Falle “de”), so geht das direkt und unkompliziert mittels:
loadkeys de

Als erstes partitionierst du deine Platte (hier “sda”) – ich habe schlicht 2 Partitionen vom Typ “Linux” erstellt, eine 128MB Partition für /boot, und eine, die nachher für LVM herhalten soll (Rest):
cfdisk /dev/sda

Das Laden der benötigten Kernel-Module für das Crypt-Setup geschieht nun mittels:
modprobe dm-crypt
modprobe aes

Überschreiben der Disk mit random data, in diesem Beispiel ein Durchlauf (-n 1):
shred -v -n 1 /dev/sda2

Und los geht’s. Wir verwenden hier AES256 (XTS benötigt 2 Keys, daher nutzen wir hier -s 512). Das mit cryptsetup erstellte Volume öffnen wir dann, damit wir es benutzen können, und erstellen dann darauf ein LVM Physical Volume, in welches die Volume Group “main” kommt, die dann / und SWAP als Logical Volumes bekommt. Für SWAP erstellen wir hier ein Logical Volume mit 1GB, / bekommt den Rest:
cryptsetup -c aes-xts-plain -y -s 512 luksFormat /dev/sda2
cryptsetup luksOpen /dev/sda2 lvm
pvcreate /dev/mapper/lvm
vgcreate main /dev/mapper/lvm
lvcreate -L 1GB -n swap main
lvcreate -l 100%FREE -n root main

Danach kann man wie gewohnt mit
/arch/setup
die Installation starten.

Beim Hard Disk Setup im Arch-Installer wählt man nun fröhlich die folgenden Settings für Partitionen:
boot: sda1
/: LVM root
swap: LVM swap

Vor dem Beenden des Arch Linux Setup-Assistenten wird man noch gefragt, ob man Änderungen an Config-Files vornehmen will. Hier sind für unser Setup einige benötigt.

In rc.conf müssen wir USELVM setzen:
USELVM="yes"

In mkinitcpio.conf müssen die HOOKS angepasst werden. “encrypt” muss hier VOR “lvm2″ definiert sein. Für deutsches Tastaturlayout beim Eingeben der Passphrase muss noch “keymap” vor “encrypt” eingefügt werden. Für USB-Keyboards muss zudem noch “usb” und “usbinput” vor “encrypt” eingefügt werden.
Beispiel:
HOOKS="base udev autodetect pata scsi sata usb usbinput keymap encrypt lvm2 filesystems"

Für GRUB benötigte Settings:
/boot/grub/menu.lst:
Bei den beiden Booteinträgen “Arch Linux” und “Arch Linux Fallback” muss “cryptdevice=/dev/sda2:main” zwischen “/vmlinuz26″ und “root=/dev/mapper/main-root” eingetragen werden, sodass die Kernelzeile am Ende wie folgt aussieht:
kernel /vmlinuz26 cryptdevice=/dev/sda2:main root=/dev/mapper/main-root ro
Sollte “keymap” in die mkinitcpio.conf eingetragen worden sein, so müssen noch “lang=de” und “locale=de_DE.UTF-8″ in die Kernelzeile eingetragen werden.
Grub selbst sollte natürlich wie gewohnt auf “/dev/sda” (MBR) installiert werden.

Have Fun!

2012
01.26

Glühbirnenwechsel beim Auto

Ich wollte ne Glühbirne gewechselt haben. Beim Auto. Kleiner Italiener, Baujahr 2001. Nix besonderes. Bekommt man auch selber hin, wenn man bastelwillig ist – war ich aber nicht.

Also mal beim ATU gefragt: “So 25 bis 30 Euro kostet das, müssten Sie aber nen Termin machen lassen, und das Fahrzeug so 3 bis 4 Stunden hier lassen. Und dann würden wir Sie anrufen, wenn das fertig ist”.

Laut gelacht, meinen netten türkischen Autofrickler um die Ecke angerufen: “Hallo Mann wie geht’s dir? Komm vorbei, mach ich dir eben”. 10 Euro bezahlt, inkl. Materialkosten und türkischem Tee auf Kosten des Hauses.

Mir ist das ja nen Rätsel, wie ATU sich mit derartigem Verhalten gegenüber Kunden deutschlandweit etablieren konnte.

2012
01.25

CDU/CSU will Netzsperren wegen Megaupload

Na, das hat ja nicht lange auf sich warten lassen, bis CDU/CSU wieder ihren Totalfnordsenf dazugeben:

http://www.golem.de/1201/89320.html

Money-Quote:

Die Bundestagsfraktion von CDU und CSU sieht die US-Gesetzesvorschläge SOPA und PIPA als richtungsweisend an.

Oooooooooooh, die Schmerzen…

2012
01.24

I may disagree with what you say, but i will defend to the death your right to encrypt it.

http://www.golem.de/1201/89282.html

2012
01.19

xscreensaver Security Issue Fix

[root@pad:/home/armin] diff /usr/share/X11/xkb/compat/xfree86{,.bak}
43a44,49
> interpret XF86_Ungrab {
> action = Private(type=0×86, data=”Ungrab”);
> };
> interpret XF86_ClearGrab {
> action = Private(type=0×86, data=”ClsGrb”);
> };
[root@pad:/home/armin]

2011
12.24

Liebe taz.de-Redaktion,

ich schreibe euch diese Zeilen heute nicht aus weihnachtlichem Anlass. Ich will euch auch gar keine weihnachtlichen Grüße übermitteln. Dies ist einfach nur ein Blogpost, der den Charakter eines offenen Briefes verkörpern soll.

Seit vielen Wochen sehen wir jetzt beim täglichen Scrollen der taz.de-Titelseite immer wieder den gleichen Kahlgeschorenen, der irgendwie aussieht, als hätte er die Styroporverpackung vom Dönermann nebenan mit dem kleinen Schälchen mit Katzenfutter seiner Nachbarn verwechselt. Direkt daneben, rechts in der Sidebar der selbst im Jahr 2011 nicht einmal zentrierten Webpräsenz gibt’s seit wasweißichnichtwielanger Zeit ein Bild von, uhm, Heino. Und ganz ehrlich, selbst ich kann nach vielen Monaten Sibylle Berg einfach nicht mehr sehen.

Ihr wollt euch doch immer ausdrücklich vom Bildzeitungsniveau distanzieren. Wenn ich mir eure Seite gerade so anschaue, muss ich an einigen Punkten echt schlucken, wenn ich das im Hinterkopf behalte. “Piratenpartei für Frauenvernichtung“, eine Bilderserie mit dem Titel “Die Vollpfosten des Jahres” – mit einem Bild von Renate Künast. Was soll ich mir dabei vorstellen? Einen taz.de-Leser mit seinem Tablet in der Hand, vor einem warmen Kamin, mit einem Pulli von Jack Wolfskin, der sich weihnachtlich an der Dummheit der deutschen Politiker ergötzt?

Liebe taz.de-Redaktion, das könnt ihr besser. Zwischen all diesem mentalen Müll verbirgt sich ja selbst in eurer Onlinepräsenz immer mal wieder hohes Gedankengut, lesenwerter Krempel, den ich gerne mit gutem Gewissen referenziere. Ich seh ja ein, dass die Onlineausgabe der taz noch nie was mit dem Niveau eurer papiernen Ausgabe zu tun hatte, und vielleicht setze ich als begeisterter Papier-taz-Leser da die Messlatte auch etwas hoch an, aber gebt euch doch mal ein wenig mehr Mühe im neuen Jahr.

Ich mein, hey, es geht doch: http://www.taz.de/Die-wahre-Rede-von-Bundespraesident-Wulff/!84349/
(Christian Wulffs Rede mal so übersetzt, dass sie auch die von euch eigentlich ja nicht anvisierte Zielgruppe verstehen würde – und dann sogar gar nicht schlecht gemacht. Ich hätte mir einen etwas niveauvolleren Beitrag gewünscht, aber wir sind hier ja nicht bei der papiernen Ausgabe der taz, von daher, um’s mal mit euren Worten zu sagen: Schwamm drüber, okay?)

Alles Gute,

- ein täglicher taz.de-Leser

2011
12.21

X220: Erste Eindrücke

Ich hab soeben mein neues Notebook auspacken dürfen: ein Lenovo Thinkpad X220 mit i5 und 4GB RAM. Schönes Gerät. Aber dieser Blog wäre ja kein Rant-Blog, wenn ich nicht auch was zu meckern hätte: das Touchpad ist in der Tat unglaublich scheiße. Ich hab keine Ahnung, was das soll, aber das Ding ist einfach ziemlicher Mist. Tut nicht so, wie man’s erwarten würde, insbesondere, weil es blocked, wenn man auf einer der Tasten nen Finger liegen hat. Ich denke, dass man das ggf. mit größeren Tweaking-Orgien in den Synaptics-Optionen der Xorg-Config gerade gebogen bekommen würde (bspw. müsste man dem Ding eigentlich nen Bereich angeben können, wo die tatsächliche, logische Touchpad-Area liegt), aber im Moment hab ich da kein Bock drauf, weil der Trackpoint tut. Wenn ich wirklich mal Langeweile hab, schau ich mal, ob man das gefixed kriegt.

Ansonsten nervt mich hier erst mal nicht viel. Ob man mit nem 16:9-Display bei nem Laptop leben will, muss jeder für sich entscheiden. Wirklich schlimm fand ich das jetzt nicht, wirklich Sinn macht’s trotzdem nicht.

Ich hab hier jetzt erst mal nen Fedora drauf geklatscht. Hoffentlich komm ich über die Feiertage mal dazu, hier nen Arch zu installieren, und in diesem Blog dann ne kleine Installationsanleitung mit möglichen Fallstricken und Stolperhürden zu verbloggen.

UPDATE: Was den Stromverbrauch angeht, bin ich irgendwie immer noch etwas stutzig. Defaultmäßig komm ich mit nem Fedora 16 auf ca. 16W, was ziemlich viel ist.

Durch Anhängen der Parameter

pcie_aspm=force i915.i915_enable_rc6=1

bekomme ich die Kiste immerhin auf ca. 12W (wobei jetzt komischerweise “present rate” in mA statt mW angezeigt wird in /proc/acpi/battery/BAT0/state – wieso auch immer. Trotzdem erscheint mir das noch sehr viel.

2011
12.15

So, das ist jetzt das zweite Mal, wo Frank in einem seiner YouTube-Videos absolut legal und nachdem er mich persönlich um Erlaubnis gefragt hat einen Song von mir verwendet, und YouTube ihn anschreibt, weil das Video möglicherweise Content enthält, der Eigentum von irgendwem ist, der nicht ich bin. Ich hab keine Ahnung, was die da für nen Audio-Fingerprint-Detector haben, aber ne besonders gute Erkennungsrate scheint das Ding ja irgendwie nicht zu haben.

Anders als beim ersten Video handelt es sich hier wohl nicht um ein Label, was einfach irgendwelchen Kram ungeprüft veröffentlicht, ohne den tatsächlichen Urheber zu verifizieren, sondern um eine vermutlich nicht mal existente Firma. Auch witzig.

Der angeblich mögliche Rechte-Inhaber sei hier

Music Publishing Rights Collecting Society
Content-Typ: Musikalische Komposition

Ahja, komisch, dass die nicht mal ne Website haben, und man auf beim Googlen nichts weiter findet, als Leute, die von diesem angeblichen Rechteinhaber ebenfalls belästigt werden, oder nicht?

Lustig auch: http://www.youtube.com/watch?v=-5xZSbx32xo

Sieht mir ja eher aus, als ob da irgendwer Spaß mit YouTube’s “Copyright Infringement Notifications” hat.